Neue Plattform für interkommunale Zusammenarbeit: 

Kommunale Spitzenverbände Rheinland-Pfalz und Kommunalministerium starten ikz-rlp.de

www.ikz-rlp.de

Das Kommunalministerium unterstützt die Entwicklung und den Betrieb des Portals mit 90.910,00 Euro. „Durch konstruktive Zusammenarbeit und den Austausch von Ressourcen und Wissen können Kommunen ihre Kräfte bündeln und gemeinsam mehr erreichen. Zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden baut die Landesregierung deshalb die interkommunale Zusammenarbeit in Rheinland-Pfalz weiter aus. Die IKZ-Homepage ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg und wird den Austausch zu den Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit und bereits bestehenden Kooperationsprojekten erheblich vereinfachen,“ führt Staatssekretärin Vanessa Fischer aus.

Andreas Göbel (Landkreistag RLP), Vanessa Fischer (Staatssekretärin Kommunalminsterium), Lisa Diener (Städtetag RLP)

„Interkommunale Zusammenarbeit schafft Handlungsspielräume: Kommunen bündeln Kompetenzen, nutzen Ressourcen effizient und entwickeln gemeinsam tragfähige Lösungen für die Herausforderungen vor Ort. Mit ikz-rlp.de machen wir gute Beispiele im ganzen Land sichtbar und erleichtern den Erfahrungsaustausch“, erklären Lisa Diener für den Städtetag Rheinland-Pfalz, Moritz Petry für den Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und Andreas Göbel für den Landkreistag Rheinland-Pfalz gemeinsam.

www.ikz-rlp.de 

Im Zentrum der Plattform stehen derzeit rund 50 IKZ-Projekte aus ganz Rheinland-Pfalz. Jedes Projekt wird mit einer Kurzbeschreibung vorgestellt: Ziele, Vorteile und Anlass der Zusammenarbeit sind übersichtlich zusammengefasst. Kommunen können so gute Praxisbeispiele entdecken, eigene Vorhaben präsentieren und potenzielle Projektpartner für neue Kooperationen finden. Eine interaktive Karte ermöglicht einen schnellen Überblick darüber, wo die Projekte im Land verortet sind. Außerdem können Kommunen ihre Projektidee mit Hilfe eines Formulars eintragen und darüber einen passenden Partner für eine interkommunale Zusammenarbeit suchen. Der Städtetag Rheinland-Pfalz übernimmt die Suche und Vermittlung von möglichen IKZ-Partnern.

Neben der Projektübersicht bietet die Plattform praxisnahe Unterstützung: Ein umfangreicher FAQ-Bereich beantwortet zentrale Fragen rund um die interkommunale Zusammenarbeit und wird von den kommunalen Spitzenverbänden betreut. Damit dient die Website nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Werkzeug für Vernetzung und Wissenstransfer.

Darüber hinaus stehen die IKZ-Koordinierungsstelle des Kommunalministeriums und die Transfer- und Beratungsstelle der ADD den Kommunen auch weiterhin beratend und unterstützend zur Seite. 

Neue Projekte für die Plattform einreichen

Ergänzend informiert die Plattform über Veranstaltungen, Workshops und Seminare rund um die interkommunale Zusammenarbeit. Sie bündelt damit Projekte, Wissen und Möglichkeiten zur Vernetzung an einem zentralen Ort.

Zum Start der Website sind alle bislang geförderten IKZ-Projekte erfasst. Zugleich sind alle Kommunen aufgerufen, ihre bestehenden Kooperationen einzutragen - insbesondere solche, die bislang keine Förderung erhalten haben. Denn ikz-rlp.de soll auch Projekte abbilden, die ohne Förderung gelebt werden und möglicherweise schon jahrelang funktionieren. Diese Projekte und Kommunen können ihre Zusammenarbeit über das integrierte Projektmeldeformular eintragen und damit landesweit sichtbar machen. Projekte können unter www.ikz-rlp.de/melden gemeldet werden. Die Plattform soll Kommunen dazu inspirieren, voneinander zu lernen, erfolgreiche Ansätze zu übertragen und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.

Das Online-Portal wird von der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände in Rheinland-Pfalz betrieben: federführend durch den Städtetag Rheinland-Pfalz sowie durch Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz sowie Landkreistag Rheinland-Pfalz.

v.l.n.r.: Marco van Elkan (Kommunalministerium), Andreas Göbel (Landkreistag RLP), Vanessa Fischer (Staatssekretärin Kommunalminsterium), Lisa Diener (Städtetag RLP), Dr. Andreas Rath (Kommunalministerium), Oliver Bohn (Städtetag RLP) 

 

Was ist interkommunale Zusammenarbeit?

Interkommunale Zusammenarbeit bedeutet, dass Städte, Gemeinden und Landkreise Aufgaben gemeinsam wahrnehmen. Sie können dabei beispielsweise Personal, Fachwissen, technische Ausstattung oder Verwaltungsleistungen bündeln. IKZ bezieht sich auf die meisten Bereiche kommunalen Handelns, zum Beispiel Digitalisierung, Feuerwehrwesen, Bauhöfe, Beschaffung, Klimaschutz oder Verwaltungsdienstleistungen. Ziel ist es, kommunale Aufgaben dauerhaft, wirtschaftlich und bürgernah zu erfüllen.